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Mit Nachbarsprachen früh beginnen

Der Europarat fordert bereits seit vielen Jahren, dass jeder Europäer im Rahmen seiner Bildungsbiografie die Chance haben sollte, neben seiner Muttersprache zwei weitere Sprachen zu erlernen. Eine davon sollte eine internationale Verkehrssprache sein, die andere z.B. eine Nachbarsprache. Positiv ist zudem, wenn die erlernten  Fremdsprachen als Schlüssel zu weiteren Sprachen einer Sprachfamilie fungieren können.Und es gibt viele Gründe, möglichst frühzeitig mit dem Sprachenlernen zu beginnen, denn...Weiterlesen

  • Kinder lernen Fremdsprachen ganzheitlich: Bei kleineren Kindern kann man Fähigkeiten wie Ungehemmtheit, Offenheit sowie Imitationsfähigkeit auch für den Spracherwerb nutzen. Angebote des Spracherwerbs müssen handlungsorientiert sein und an die Lebenswelt der Kinder anknüpfen.
  • Kinder werden dadurch frühzeitig motiviert: Auch hier gilt "Früh übt sich ..."- je früher man an fremde Sprachen herangeführt wird, desto besser ist auch später das Sprechvermögen. 
  • Was früh positiv erfahren wird, wirkt positiv im weiteren Leben.
  • Jüngere Kinder haben noch keine Vorurteile: Durch die Beschäftigung mit fremden Lauten, Wörtern, einer anderen Kultur verlieren Kinder eher Ängste gegenüber DEM Fremden, Toleranz und Offenheit werden gefördert.

Aber alles dies ist kein Automatismus, bei jeder Begegnung mit der fremden Sprache kommt es auf das WIE an.

* Fröhlich-Ward, Leonora in Bausch, Christ, Krumm (Hg.): Handbuch Fremdsprachenunterricht, 4. Aufl, Tübingen und Basel, 2003 - S. 199


Das Sächsische Staatsministerium für Kultus hat zu diesem Thema folgende Materialien veröffentlicht:

  • Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Ein Orientierungsrahmen für Leiterinnen und Leiter von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen (LINK)
  • Mit Sprachen groß werden - Elternflyer (LINK)